Marathon – es musste einmal sein

Marathon – es musste einmal sein

Seit ich regelmäßig laufe, war es nie mein Ziel, einen Marathon zu laufen. Doch irgendwann änderte es sich und es lief deutlich besser als erwartet.

Ich laufe, weil es mir guttut. Viel frische Luft, der Kreislauf kommt in Schwung und das erholsame Gefühl nach der Anstrengung ist unbezahlbar.

Der Schweinhund will dabei selten mit mir raus. Eine Laufgruppe, zweimal die Woche und Verabredungen mit Lauffreunden schaffen den nötigen Druck, um das Sofa und ein Glas Rotwein auf später zu verschieben.

Halbmarathon

Wenn man regelmäßig eine Stunde läuft, dann klappt es auch mit etwas Vorbereitung mit einem Halbmarathon. Dabei geht es nicht um Bestzeiten, sondern einfach nur die Strecke durchzuhalten.

Tempo war für mich noch nie ein Maßstab, wobei ich mich natürlich über eine gute Zeit freue, aber über jede andere Zeit nicht ärgere.

Syltlauf

Irgendwann kam dann als Steigerung der Syltlauf mit 33,333 km. Das war für mich schon eine ganz andere Nummer und es waren deutlich mehr Trainingsläufe nötig.

Der 1. Syltlauf lief besser als erwartet, doch nach dem Zieleinlauf wollte ich keinen Meter mehr gehen. Der 2. Syltlauf war bei starkem Gegenwind eine echte Herausforderung, doch ich kam noch deutlich unter die Schlusszeit von 4 Stunden.

Syltlauf

Nach zwei erfolgreichen Syltläufen verschwendete ich die ersten Gedanken an einen Marathon.

Marathon 1. Versuch

Ein Marathon geht nicht ohne eine ausreichende Vorbereitung. Regelmäßiges Lauftraining und einige Läufe jenseits der 20 und 30 Kilometer müssen sein. Alles andere ist ein leichtsinniger Umgang mit der Gesundheit.

Auch wenn regelmäßiges Laufen das Beste ist, was man für die Gesundheit machen kann, ein Marathon ist es nicht. Über 42 Kilometer laufen ist für Herz und Kreislauf eine enorme Belastung. Leider wird die Strecke und deren Belastung auf den Körper oftmals unterschätzt.

Es sollte eine flache Strecke sein. Ich wollte die Strecke schaffen und mich dabei gut fühlen. Über viele Höhenmeter wollte ich mich nicht quälen.

Der Marathon um den Baldeneysee in Essen hörte sich gut an, eine schöne flache Strecke direkt um den See.

Lauf Baldeneysee

Es kam alles anders.

Ein Marathon im Oktober, bedeuten Trainingsläufe im Sommer. Bei heißem Sommerwetter versage ich komplett.

Mangels ausreichenden Trainings zog ich die Reißleine. Ich wollte keinen Marathon, der zur Qual wird oder ich sogar abbrechen muss. Nicht nur die Beine müssen mitmachen, auch der Kopf hat einen großen Anteil an einem Marathon.

Ich schwenkte kurz vor Schluss auf die Seerunde mit 20 Kilometer Länge um. Es war ein schöner Lauf um den See und ich bereute nichts. Im Gegenteil, ich war froh, nicht mit schlechtem Training einen Marathon zu starten.

Die Marathon Vorbereitung

Der Wunsch ließ nicht locker und ich plante neu. Einen Lauffreund, schon weit über 70 Jahr alt, konnte ich für einen Lauf begeistern. Er hatte schon einige Marathon gelaufen, aber wollte eigentlich nicht mehr. Dank seiner Kinder am Veranstaltungsort schwenkte er um und begab sich noch einmal auf das Abenteuer Marathon.

Ohne ihn hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft.

Es wurde der Düsseldorf Marathon. Ein schöner Rundkurs mit fast keinen Höhenmetern. Ideal für den Einstieg in das Erlebnis Marathon.

Unsere Übungsläufe zu Hause mit vielen Höhenmetern absolvierten wir gemeinsam. Den Druck der Verabredung brauchte ich, um nicht zu oft gegen den Schweinhund zu verlieren. Meine letzte große Trainingsrunde war der Syltlauf vier Wochen vor dem Marathon. Sollte der Syltlauf gut laufen, würde dem Marathon nichts mehr im Weg stehen.

Der Syltlauf lief besser als erwartet mit persönlicher Bestzeit und vor allem hätte ich nach dem Ziel noch weiterlaufen können. Ich war bereit.

Zu Anfangs nahm ich mir vor unter 5 Stunden zu bleiben. In meiner Altersklasse eher eine schlechte Zeit, aber ich wollte keine Bestzeiten, ich wollte nur ankommen.

Trainingsläufe Marathon

Während des Trainings korrigierte ich meine Zeit auf irgendetwas um 4:45 Stunden. Nach dem Syltlauf sah ich mich irgendwo zwischen 4:30 und 4:40. Damit wäre ich mehr als zufrieden gewesen.

Der Marathon

Es war kalt und wolkig, aber trocken. Fast das ideale Wetter für mich, etwas mehr Sonne wäre schön gewesen.

Ohne Zeitdruck wollte ich die Strecke besiegen. Ich wollte mein eigenes Tempo finden, den Rest macht die Strecke.

Marathon Düsseldorf

Nun gibt es Läufe mit besonderen Stationen, persönlichen Ereignissen und Gedanken, aber nein, es war ein vollkommen unaufgeregter Lauf.

Nach den ersten 10 Kilometern war mir klar, wenn mein Körper es zulässt und nicht ein Muskelkrampf oder Ähnliches mich außer Gefecht setzt, schaffe ich die Strecke.

Ich genoss die Strecke, kam an bekannten und unbekannten Ecken vorbei und lief mein eigenes Tempo. Im Düsseldorfer Norden stand mein Junior und machte einen Schnappschuss von mir, was mich natürlich besonders freute.

Nach 35 Kilometern war mir der Zieleinlauf nicht mehr zu nehmen. Egal was passiert und wenn ich die letzten Kilometer gehen muss, das Ziel erreiche ich.

Bei Kilometer 38 taten mir im rechten Fuß zwei mittlere Zehen beim Auftreten weh. Ich dachte, ich hätte mir Blasen gelaufen, doch wie sich später herausstellte, war äußerlich alles in Ordnung. Wahrscheinlich war es nur die lange Belastung.

So konnte ich die letzten 4 Kilometer nicht mehr Vorderfuß mehr laufen. Das raubte mir etwas Tempo, aber das war eigentlich egal.

So unaufgeregt der Lauf war, so sehr stieg die Freude in mir hoch, als ich die letzte Kurve nahm und nur noch wenige Meter am Rhein lang bis in das Ziel brauchte.

Der Moment war unbeschreiblich. Einmal sollte es sein und bei einem vollkommen entspannten Lauf war es der Moment vor dem Ziel, für den sich alles geloht hat, wo ich wusste, ich habe es geschafft.

Lauf, Strecke und Ziel

Das Überschreiten der Zielmarke war dann nur noch die letzte Konsequenz, aber lange nicht mehr so emotional wie der Moment davor.

Meine offizielle Zeit betrug 04:18:03, deutlich besser als erwartet und persönlich mehr als zufrieden.

Der 2. Marathon

Ich bin bisher keinen Marathon mehr gelaufen und bin mir auch nicht sicher, ob ich wieder einen laufen werde. Meine Frau hatte den letzten Syltlauf ausgezeichnet gelaufen und war gut im Training.

Vom Kopf war sie aber noch nicht bereit für einen Marathon und lief in Düsseldorf den Halbmarathon. Ein klein wenig bereut sie es heute nicht gleich die ganze Strecke in Düsseldorf gelaufen zu sein.

Laufbereit

Kein Problem, dachte ich, wenn meine Frau einen Marathon laufen möchte, dann mache ich natürlich mit. Gesagt und getan, beide für den Wien Marathon 2020 angemeldet.

Ein schöner Rundkurs auf flacher Strecke durch Wien. Der Lauf war wie geschaffen für den 1. Marathon meiner Frau.

Dann kam Corona. Der Syltlauf viel aus, das gebuchte Wochenende auf Sylt war trotzdem schön. Natürlich viel auch der Wien Marathon aus. Die Startnummern konnten wir auf 2021 übertragen, aber das war uns alles noch viel zu unsicher.

Nun haben wir die Startnummern für den Wien Marathon auf 2022 übertragen können.

Mal sehen, was daraus wird. Vielleicht bleibt es bei einem Marathon und selbst diesen muss man nicht machen.

Wobei es auf jeden Fall bei bleibt, ist regelmäßig zu laufen und den einen oder anderen Halbmarathon gibt es auf jeden Fall.

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